Exkursion SS 2010

Exkursion des 4. Semester Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen im Sommersemester 2010 vom 5. Mai bis 12. Mai 2010

Eines der Highlights im Studiengang Bauingenieurwesen ist im 4. Semester eine einwöchige Baustellenexkursion, um die theoretisch angeeigneten Lehrinhalte praxisnah veranschaulichen zu können.
Für den Jahrgang 2008 wurden Besuche bei Bauvorhaben in Deutschland ausgewählt. Die nachfolgende chronologische Gliederung soll darüber einen kurzen Rückblick geben:

Am 5. Mai starteten die 17 Studenten und ihre 2 Betreuer, Studiengangsleiter DI Walter Schneider und sein Stellvertreter Dr. Andreas Schelling, mit dem Bus von Spittal an der Drau in die Hafenmetropole Hamburg.

Am 6. Mai war das erste Ziel die Besichtigung des Pavillons und des Neubaus der Elbphilharmonie. Dieses Bauwerk auf dem Kaispeicher A in der Hafencity von Hamburg wird als Konzerthaus der neue kulturelle Mittelpunkt der Hansestadt. Besonders interessant war das Hochbauprojekt aufgrund seiner Symbiose von Bauen im Bestand und des außergewöhnlichen Neuentwurfs sowie die aufwendige Fassadentechnik mit knapp 1100 gewölbten Glaselementen. Am Nachmittag wurde den Exkursionsteilnehmern der neue Stadtteil Hafencity von einem Stadtplaner vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung im Infocenter im Kesselhaus wurde die Gruppe durch das Projektgebiet geführt und konnten so den Stand der Bauarbeiten sowie die Entwicklungsprojekte erleben. Die Dimension eines der herausragendsten innerstädtischen Städtebauprojekte Europas war besonders beeindruckend.

Am 7. Mai besuchte die Gruppe das zur Hafencity zugehörige Tiefbauvorhaben der U-Bahn Anbindung. Die „ARGE U4 Hafencity“ führte durch das im Rohbau befindliche Stations- und Tunnelbauwerk. Die gesammelten Eindrücke bei diesem besonderen Verkehrsbauprojekt waren sehr lehrreich. Nach einer Busfahrt Richtung Norden stand am Nachmittag das Projekt „Kieler Förde - Sanierung Versorgungstunnel“ am Programm. Dort wurde den Studierenden ermöglicht, die Hintergründe und Techniken über die Instandsetzung der undichten Bestandstunnelröhre zu erfahren. Die dort angewandte innovative Methode zur Wiederherstellung der Dichtheit, vergleichbar mit einem hydraulischen Rohrvortrieb, wurde in der Theorie vor Ort erläutert. Anschließend konnte der Schacht begangen werden. Im Rahmen ihrer Freizeitgestaltung konnten die Reiseteilnehmer am Abend das größte Hafenfest der Welt mit dem Einlauf des Kreuzfahrtschiffs „Queen Mary II“ bestaunen.

Am 8. Mai setzte die Studentengruppe die Exkursion in Berlin fort. Erstes Ziel war der neu zu erbauende Flughafen Berlin-Schönefeld. Der an diesem Tag stattfindende Tag der offenen Tür wurde genutzt, um das Projektgebiet kennenzulernen. Das Großprojekt vereint viele Aspekte des Bauwesens, beginnend mit Straßenbau für Verkehrsstraßen sowie Start- und Landebahnen, bis hin zu speziellen Hoch- und Tiefbauten.

Der Vormittag am 9. Mai wurde für eine Stadtrundfahrt genutzt, welche den Studenten einen Eindruck über die Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen der Bundeshauptstadt Berlin vermitteln konnte. Am Nachmittag war als nächstes Exkursionsziel die Baustelle der S21-Anbindung beim Hauptbahnhof Berlin. Die dortigen Tiefbaumaßnahmen waren in der Anfangsphase und die Projektleiterin erklärte den zukünftigen Bauablauf und mögliche Komplikationen.

Der Besuch des „blaues Wunders“ am 10. Mai in Dresden ergänzte das Programm mit einem historischen Straßenbrückenbauwerk. Einblicke in die Ankerkammer sowie die Instandhaltungsmaßnahmen wurden anschaulich erklärt. Nach einer kurzen Mittagspause wurde nur ein paar Kilometer flussaufwärts die sich im Bau befindende „Waldschlösschenbrücke“ über die Elbe besichtigt. Die imposante Bogenbrücke in Stahlbauweise soll nach ihrer Fertigstellung die zuvor besichtige Brücke entlasten. Die aus nächster Nähe erlebten Dimensionen dieser Stahlelemente waren faszinierend. Als Tagesabschluss folgte die Studentengruppe einer Einladung der HTW Dresden und konnte somit einen Eindruck vom dortigen Studienangebot erhalten.

Der Dienstag, 11. Mai stand ganz im Zeichen des Tunnelbaus. Eine umfassende Information und interessante Führungen durch Bauabschnitte konnten einen Eindruck über das Projekt „Citytunnel Leipzig“ geben. Die Tiefbauarbeiten unter dem Hauptbahnhof sowie in der Innenstadt stellten aufgrund der beengten Platzverhältnisse eine große Herausforderung für das Projekt dar.

Am letzten Tag der 7-tägigen Exkursion durch Deutschland war das Ziel am 12. Mai die im Bau befindliche ADAC-Zentrale in München. Dort wurde den Studenten das innovative „Partneringmodell Züblin teamconcept“ vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine für die Bauausführung gegründete Arbeitsgemeinschaft zwischen Bauherrn und bauausführendem Unternehmen. Abgerundet wurde der Programmpunkt mit einer Baustellentour über das 200 Mio.€ Bauvorhaben. Danach ging die Exkursion mit der Busfahrt nach Spittal an der Drau zu Ende.

Studierende

Martin Drussnitzer, Bernhard Gasser, Pouria Ghazi, Bernd Hebein, Andreas Herzog, Daniel Hinterseer, Christian Huber, Andreas Kogler, Dustin Kriegl, Andreas Laßnig, Ronald Lugger, David Müller, Navid Nidai, Maximilian Rutar, Michael Weiss, Julia Widegger, Andreas Zalaudek

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