Wohnen am Hang

Kooperation: FH Kärnten und TU Berlin

Architekturentwurf

6. Semester
Bachelorstudium Bauwesen - Architektur
SS2006

Zu Beginn des Semesterprojektes stand ein einwöchiges Entwurfsseminar, wo sich die Studierenden einerseits mit der Thematik des Bauens am Hang auseinandersetzten und anderseits der Frage nachgingen wie Studierende in einer kollektiven Situation wohnen möchten oder könnten. Eine wesentliche Vorgabe war es Wohnformen zu denken, welche sich mit der temporären Lebenssituation der Studierenden auseinandersetzen. Eine andere dies auf eine ökonomisch sinnvolle Art und Weise in einem leistbaren Rahmen zu tun. Ein Schwerpunkt war es, angesichts der besonders spannenden Südhanglage des Grundstücks, im Dialog zu Natur und Topografie zu entwerfen. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Lokation war es an einer Art Schnittstelle von Stadt (Spittal/Drau) und Land(Waldflächen) zu planen. Der Bezug zur Stadt und zur Natur sowie der fantastische Blick sollten thematisiert werden. So war es vor allem wichtig, das Grundstück in seiner Dreidimensionalität zu verstehen und dies in den Entwurfsprozess zu integrieren. Weiters sollte man die Wohnungen aus dessen räumlichen Qualitäten heraus entwickeln lernen.

Das Grundstück war so steil, dass viele Studierende es zunächst für nicht bebaubar gehalten haben. Genau diese extreme Topografie hat uns als Auslöser für außergewöhnliche Lösungen interessiert. Es war einfach nicht möglich, das Terrain außer Acht zu lassen. Die Verfasser waren in der Mehrzahl Studierende des Bauingenieurwesens und Vertiefungsschwerpunkt im Bereich Architektur.

Weg vom bekannten Studierendenwohnheim wurden hier hochwertige Wohnungen angeboten, in denen sowohl das Zusammen- als auch das Single-Leben möglich wurde. Viele Lösungen boten Wohnungen, die eine Familie oder eine Wohngemeinschaft nutzen könnte. Oft wurden flexible Entwurfslösungen bevorzugt. Erfreulich war die Vielfalt der Konzepte. Die Studierenden sollten sich selbst finden und ihre eigenen Schwerpunkte formulieren. Waren diese Ziele erst einmal definiert, war Konsequenz und Stringenz in der Arbeitsmethodik gefordert.

Die Ausbildung der FH Kärnten legt auch einen besonderen Augenmerk auf das erarbeiten konstruktiv und technisch realer Lösungen, um später eine Idee oder Qualität bis hin zur Detailplanung durchstehen oder vermitteln zu können. Einige Beispiele zeigen, wie weit die Studierenden ihre Projekte in dieser Hinsicht entwickeln konnten.

Ich möchte mich zum Schluss bei allen Teilnehmern des Seminars bedanken. Bei den Studierenden, die mit ihrem Engagement in kürzester Zeit eine erstaunliche Entwicklung vollzogen haben. Bei meinen Kollegen Peter Nigst und Ernst Heiduk für die außerordentlich kompetente Zusammenarbeit. Ebenso bei meiner Assistentin Sonja Hohengasser für ihre kompetente Mitwirkung und ihren Enthusiasmus. Zum Schluss bedanke ich mich besonders bei unseren Gastkritikern von der TU-Berlin Donatella Fioretti und Pepe Marquez für ihren ungeheuren Input an Energie, Talent und Begeisterungsfähigkeit.

Betreuung

Donatella Fioretti, Pepe Marquez
GastlektorInnen

Angela LambeaSonja HohengasserPeter Nigst
Entwurf

Ernst Heiduk
Bauphysik, Ausführungsplanung, Energieeffizientes Bauen

Marco Gaggl, Lisa Katharina Hauser, Herwig Hübl, Werner König-Höllerweger, Tanja Korak, Ingrid Pulkert, Markus Riepan, Bogdan Shkrogal (Austauschstudent KNUBA Kiew), Verena Spannbruckner, Ewald Springer, Anita Wagner, Alexander Wernisch, Nina Vusatiuk (Austauschstudentin KNUBA Kiew)

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